BMC4 Config anpassen: Konfigurationsdateien auf dem Server
BMC4 Config anpassen: worauf du achten musst
Bei Better MC BMC4 änderst du Einstellungen am sichersten in der server.properties und, wo nötig, in den Dateien der Ordner config und serverconfig. Stoppe den Server vor jeder Änderung, lege ein Backup an und ändere immer nur eine Sache. Das Pack ist fein abgestimmt, deshalb solltest du Mod-Dateien nicht anfassen und Konfigurationen nur gezielt anpassen.
Dieser Artikel erklärt, welche Dateien es bei einem Forge-Server gibt, wozu sie dienen und wie du sie im Dashboard bearbeitest. Konkrete Schlüssel einzelner Mods nennen wir nur, wenn wir sie belegen können. Für das Meiste reichen die Standard-Optionen von Minecraft und Forge.
Die wichtigsten Dateien und Ordner
Ein Forge-Server auf Minecraft 1.20.1 besitzt eine bekannte Struktur. Im Dateimanager des Dashboards findest du sie im Serververzeichnis. Die folgende Tabelle zeigt, wofür welche Stelle zuständig ist:
| Pfad | Zweck | Änderung |
|---|---|---|
server.properties |
Grundeinstellungen des Servers | häufig, gefahrlos mit Backup |
config/ |
Konfigurationen der Mods (allgemein) | selten, gezielt |
defaultconfigs/ |
Vorlagen für neue Welten | selten, nur für neue Welten |
Weltordner/serverconfig/ |
serverseitige Mod-Einstellungen der jeweiligen Welt | gezielt, bei gestopptem Server |
whitelist.json, ops.json |
Spielerlisten | besser per Befehl |
logs/, crash-reports/ |
Protokolle | nur lesen |
Wenn du mit einem neuen Pack arbeitest, solltest du die Datei server.properties zuerst verstehen, bevor du dich an Mod-Dateien wagst.
server.properties: die sichere Startadresse
Die server.properties ist die einfachste und sicherste Stelle für Anpassungen. Eine vollständige Erklärung findest du im Artikel server.properties erklärt. Für ein Modpack wie BMC4 sind vor allem diese Optionen interessant:
motd=Unser BMC4 Server
max-players=10
difficulty=normal
pvp=false
view-distance=8
simulation-distance=6
white-list=true
enforce-whitelist=true
Die Werte sind Beispiele, keine Vorgaben des Packs. view-distance und simulation-distance bestimmen die Last direkt und sind der erste Hebel bei Leistungsproblemen, wie im Artikel BMC4 Server laggt beschrieben. white-list und enforce-whitelist schützen deinen Server vor fremden Spielern.
Sonderfall Fliegen und Reittiere
Das Pack bringt laut CurseForge-Projektseite reitbare Drachen und weitere Fortbewegungsmittel mit. Ob dein Server Spieler beim Fliegen kickt, steuert die Option allow-flight in der server.properties. Minecraft prüft Flugbewegungen serverseitig, und Mods mit Flugfunktionen können dabei zu Kicks führen, wenn die Option deaktiviert ist.
Wenn Spieler mit der Meldung entfernt werden, sie seien geflogen, ist dieser Wert ein Kandidat für die Ursache. Prüfe den Wert und teste in einer kleinen Runde, bevor du ihn produktiv änderst. Erwähne im Zweifel die Meldung aus logs/latest.log in einem Ticket an den Support, damit wir die Situation nachvollziehen können.
Der config-Ordner der Mods
Im Ordner config legen die Mods ihre Einstellungen ab, meist als Dateien mit den Endungen .toml, .json oder .cfg. Bei einem Pack mit hunderten Mods ist er entsprechend umfangreich. Nicht jede Datei ist für dich relevant, und viele Werte sind vom Pack-Ersteller absichtlich abgestimmt, damit die Mods zusammenarbeiten.
- Ändere nur Dateien, deren Zweck du kennst.
- Sichere die Originaldatei, bevor du sie bearbeitest, etwa durch ein Backup im Dashboard.
- Nutze den Editor im Dateimanager und speichere erst, wenn der Server gestoppt ist.
- Beachte die Schreibweise: Ein Tippfehler in einer
.toml-Datei kann den Start verhindern.
Einzelne Schlüssel nennen wir hier nicht, weil sie sich je nach Mod und Version unterscheiden. Die Namen und Erklärungen stehen meist als Kommentar in der Datei selbst.
serverconfig und defaultconfigs bei Forge
Forge unterscheidet Konfigurationen nach Typ. Einstellungen, die nur der Server betrifft, werden im Weltordner unter serverconfig abgelegt. Für neue Welten kann Forge Vorlagen aus dem Ordner defaultconfigs in die Weltkonfiguration kopieren, falls dort noch keine Datei existiert. Das erklärt, warum eine Änderung in defaultconfigs bei einer bestehenden Welt keine Wirkung zeigt.
Für eine laufende Welt bearbeitest du also die Datei unter serverconfig im Weltordner. Wenn du eine Vorlage für neue Welten pflegen willst, änderst du zusätzlich defaultconfigs. Beide Wege ändern nur Werte, die der jeweilige Mod dafür vorsieht. Client-Einstellungen wie Grafik oder Minimap-Optionen liegen auf den Rechnern der Spieler und nicht auf dem Server.
Änderungen sicher durchführen
Ein sauberer Ablauf spart dir viel Ärger. Er funktioniert bei jeder Änderung an Konfigurationen:
- Server im Dashboard stoppen.
- Backup erstellen und, wenn es wichtig ist, sperren.
- Datei im Dateimanager öffnen, eine einzelne Änderung machen und speichern.
- Server starten und in der Browser-Konsole auf Fehler achten.
- Prüfen, ob die Änderung wirkt, bevor du die nächste vornimmst.
- Bei Problemen Backup wiederherstellen und die Änderung überdenken.
Backups kannst du im Dashboard erstellen, wiederherstellen, herunterladen und sperren. Allgemeine Hinweise zur Sicherung findest du im Artikel Minecraft Server Backups.
Was du nicht ändern solltest
Die Info-Seite better-mc.com betont, dass Client und Server exakt dieselbe Modpack-Version brauchen. Daraus folgt: Das Hinzufügen oder Entfernen von Mods auf dem Server ist riskant, weil Spieler mit dem vollständigen Pack sich dann nicht mehr verbinden können. Fehlende Abhängigkeiten können außerdem den Start verhindern, wie im Artikel BMC4 Server crasht beschrieben.
Auch die Weltgenerierung solltest du in laufenden Welten nicht verändern. Bereits erzeugte Chunks bleiben, wie sie sind, und neue Chunks können an alte Bereiche stoßen. Das führt zu sichtbaren Kanten. Wenn du eine andere Weltgenerierung willst, ist eine neue Welt der bessere Weg.
Config und Updates
Bei einem Modpack-Update können sich Konfigurationsdateien ändern. Ob und wie deine Anpassungen dabei erhalten bleiben, hängt vom Update-Vorgang ab und lässt sich nicht pauschal sagen. Notiere deshalb deine Änderungen und prüfe sie nach jedem Versionssprung. Vor dem Update legst du ein Backup an, wie im Artikel BMC4 Update mit Backup beschrieben.
Eine kleine Änderungsliste, zum Beispiel als Textdatei außerhalb des Servers, hilft dabei. So siehst du nach dem Update sofort, welche Werte du erneut setzen musst. Das gilt besonders für Optionen, die du aufgrund von Leistungsproblemen angepasst hast.
Wenn du keinen Server hast
Ohne eigenen Server kannst du Konfigurationen nur lokal testen, was auf dem Client nicht dasselbe ist wie auf dem Server. Wenn du BMC4 gemeinsam spielen möchtest, findest du die aktuellen Pakete auf der BMC4-Server-Seite. Den vollständigen Ablauf der Bestellung beschreibt der Pillar-Artikel BMC4 Server mieten.
FAQ
Wo bearbeite ich die server.properties?
Im Dateimanager des Dashboards, im Serververzeichnis. Stoppe den Server vor der Änderung, speichere die Datei und starte danach neu, damit die Werte greifen.
Was ist der Unterschied zwischen config und serverconfig?
Der Ordner config enthält allgemeine Mod-Einstellungen. Unter serverconfig im Weltordner liegen serverseitige Einstellungen der jeweiligen Welt. Bei bestehenden Welten ist meist die Datei im Weltordner maßgeblich.
Kann ich die Config des Packs kaputt machen?
Ja, etwa durch Tippfehler oder unpassende Werte. Deshalb Backup anlegen, nur eine Änderung auf einmal machen und bei Problemen das Backup wiederherstellen.
Darf ich Mods hinzufügen?
Technisch ist es möglich, aber riskant. Spieler brauchen dann dieselben Mods, und Abhängigkeiten können den Start verhindern. Ohne genaue Kenntnis solltest du das Pack unverändert lassen.
Bleiben meine Änderungen bei Updates erhalten?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Notiere deine Änderungen, lege vor dem Update ein Backup an und prüfe die Dateien danach.