Allgemeine Geschäftsbedingungen
Zuletzt aktualisiert: 31.08.2026
1. Anbieter und Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge über die Nutzung der Plattform WZH-Server sowie die Bereitstellung von Gameservern und damit verbundenen Diensten zwischen:
Maximilian Sonntag, handelnd unter WZH Media & IT
Ruppertsgrün-Ziegelh.-Str. 17
08543 Pöhl
Deutschland
– nachfolgend „Anbieter“ – und den jeweiligen Nutzern.
Abweichende Bedingungen eines Unternehmers werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich zugestimmt hat. Verbraucherrechte bleiben unberührt.
2. Benutzerkonto und Vertragsschluss
2.1 Registrierung
Die Nutzung der Plattform setzt ein persönliches Benutzerkonto voraus. Mit Absenden der Registrierung gibt der Nutzer ein Angebot auf Abschluss eines unentgeltlichen Plattformnutzungsvertrags ab. Der Vertrag kommt durch Freischaltung des Kontos oder durch die erste Bereitstellung einer kontobezogenen Funktion zustande.
2.2 Alter
Die Nutzung ist grundsätzlich ab 18 Jahren zulässig. Personen ab 16 Jahren dürfen die Plattform nur mit vorheriger Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter nutzen. Der Anbieter kann einen geeigneten Nachweis verlangen.
2.3 Einzelne Serververträge
Die Registrierung allein begründet noch keinen entgeltlichen Gameserververtrag. Ein solcher Vertrag kommt jeweils zustande, wenn der Nutzer im Checkout die konkrete Leistung, den Preis und die Abrechnungsart bestätigt und die zahlungspflichtige Bestellung absendet. Der Eingang der Bestellung und der Vertragsinhalt werden elektronisch bestätigt.
2.4 Angaben des Nutzers
Nutzer müssen die für Registrierung, Vertrag und gesetzeskonforme Abrechnung erforderlichen Angaben vollständig und richtig machen und aktuell halten. Zugangsdaten dürfen nicht an unbefugte Dritte weitergegeben werden.
3. Leistungsgegenstand
Der Anbieter stellt je nach gewähltem Produkt Gameserver, Verwaltungsoberflächen, Speicherplatz, technische Zuordnungen, Subdomains und weitere in der jeweiligen Leistungsbeschreibung genannte Funktionen bereit.
Maßgeblich sind die beim Checkout angezeigte Leistungsbeschreibung, Konfiguration, Laufzeit, Abrechnungsart und der Preis. Angaben zu Standorten und Hardware beschreiben die geplante Leistung, sofern sie nicht ausdrücklich als Garantie bezeichnet werden.
4. Preise und Guthaben
4.1 Preise
Alle gegenüber Verbrauchern angegebenen Preise sind Endpreise. Aufgrund der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 Abs. 1 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.
4.2 Guthabenaufladung
Nutzer können selbst eingezahltes Guthaben aufladen. Der im Checkout angezeigte Mindestaufladebetrag beträgt derzeit 5,00 Euro. Die Aufladung wird nach erfolgreicher Zahlung dem Benutzerkonto gutgeschrieben.
Guthaben stellt kein Bankguthaben dar, wird nicht verzinst und darf nur zur Bezahlung von Leistungen des Anbieters verwendet werden. Eine Übertragung zwischen Benutzerkonten ist ausgeschlossen, sofern der Anbieter nicht ausdrücklich etwas anderes anbietet.
4.3 Guthabenarten
Selbst eingezahltes Guthaben und unentgeltliches Sonderguthaben werden getrennt geführt. Sonderguthaben umfasst insbesondere Bonus-, Referral-, Aktions- und Kulanzguthaben. Sonderguthaben ist nicht auszahlbar und kann zeitlich befristet sein, wenn hierauf bei Gewährung eindeutig hingewiesen wurde.
Bei der Verrechnung wird grundsätzlich zuerst zeitlich befristetes Sonderguthaben, anschließend sonstiges Sonderguthaben und zuletzt selbst eingezahltes Guthaben eingesetzt, sofern im jeweiligen Angebot nichts Abweichendes angegeben ist.
4.4 Erstattung von Restguthaben
Bei Beendigung des Plattformnutzungsvertrags wird nicht verbrauchtes, selbst eingezahltes Guthaben grundsätzlich über das ursprüngliche Zahlungsmittel erstattet. Ist dies technisch oder rechtlich nicht möglich, kann nach Identitäts- und Berechtigungsprüfung eine andere geeignete Erstattungsart vereinbart werden.
Der Nutzer kann nach Entstehung des Erstattungsanspruchs freiwillig auf die Auszahlung eines geringfügigen Restbetrags verzichten. Ein automatischer Verfall selbst eingezahlten Guthabens findet nicht statt. Sonderguthaben wird nicht ausgezahlt.
4.5 Zahlungsdienstleister
Verfügbare Zahlungsarten werden im Checkout angezeigt. Der Anbieter kann einzelne Zahlungsarten aus sachlichen Gründen, insbesondere wegen Betrugs- oder Ausfallrisiken, ausschließen.
5. Abrechnungsmodelle
5.1 Pay-As-You-Go
Beim Pay-As-You-Go-Modell werden die in der Produktbeschreibung ausgewiesenen Nutzungs- und gegebenenfalls Speicherkosten aus dem Guthaben abgezogen. Die konkrete Zeiteinheit, Rundungsregel und Preisberechnung werden vor der Bestellung angezeigt.
Für die Erstellung eines Pay-As-You-Go-Servers kann ein Mindestguthaben von 5,00 Euro erforderlich sein. Dieses Mindestguthaben ist keine Einrichtungsgebühr und bleibt bis zum tatsächlichen Verbrauch Bestandteil des Guthabens.
5.2 Speichergebühr
Ist ein Pay-As-You-Go-Server länger als 24 Stunden offline und bleibt er gespeichert, kann ab dem in der Produktbeschreibung angegebenen Zeitpunkt eine Speichergebühr in Höhe von 10 Prozent des regulären Nutzungspreises anfallen. Die Speichergebühr endet mit erneuter Aktivierung oder endgültiger Löschung des Servers.
Speichergebühren werden nur aus vorhandenem Guthaben abgezogen. Ohne ausdrückliche Vereinbarung entsteht hierdurch kein negativer Guthabensaldo.
5.3 28-Tage-Paket
Bei einem 28-Tage-Paket wird der im Checkout angezeigte Preis bei Bereitstellung im Voraus aus dem Guthaben abgezogen. Der Leistungszeitraum beträgt exakt 28 aufeinanderfolgende Tage.
Eine automatische Verlängerung erfolgt nur, wenn sie im Checkout ausdrücklich vereinbart oder vom Nutzer nachträglich aktiviert wurde. Der Nutzer kann eine automatische Verlängerung jederzeit mit Wirkung zum Ende des laufenden Zeitraums deaktivieren. Reicht das Guthaben zum Verlängerungszeitpunkt nicht aus, wird das Paket nicht verlängert; der Server kann anschließend nach Maßgabe von Ziffer 6 gesperrt und gespeichert werden.
6. Guthabenmangel, Sperrung und Löschung
Reicht das Guthaben für die weitere Nutzung nicht aus, darf der Anbieter den betroffenen Server automatisch anhalten oder sperren. Dadurch sollen unkontrollierte Kosten verhindert werden.
Ein gesperrter Server wird frühestens 30 Tage nach elektronischer Ankündigung der Löschung endgültig gelöscht. Die Ankündigung wird an die im Konto hinterlegte E-Mail-Adresse gesendet. Der Nutzer kann den Server vor Ablauf dieser Frist selbst endgültig löschen oder, soweit angeboten, durch ausreichendes Guthaben reaktivieren.
Mit endgültiger Löschung werden die aktiven Serverdaten irreversibel entfernt. Vorübergehend in Sicherungskopien enthaltene Daten werden im Rahmen der regulären Backup-Zyklen überschrieben. Nutzer sind für eigene externe Sicherungskopien verantwortlich.
7. Widerrufsrecht und vorzeitiger Leistungsbeginn
Verbrauchern steht das gesetzliche Widerrufsrecht zu. Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung unter https://wzh-server.de/widerruf.
Soll ein Server vor Ablauf der Widerrufsfrist bereitgestellt werden, muss der Verbraucher im Checkout ausdrücklich verlangen, dass der Anbieter vor Fristablauf mit der Leistung beginnt. Der Verbraucher bestätigt außerdem seine Kenntnis, dass das Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung erlischt und dass bei einem vorherigen Widerruf Wertersatz für die bis dahin erbrachte Leistung geschuldet sein kann.
Ohne diese Erklärung wird die sofortige Bereitstellung nicht angeboten. Gesetzliche Verbraucherrechte werden dadurch nicht weitergehend ausgeschlossen.
8. Pflichten der Nutzer und verbotene Nutzung
Nutzer müssen:
- Zugangsdaten angemessen schützen,
- die für eingesetzte Spiele, Mods, Plugins und Software erforderlichen Rechte besitzen,
- eigene Daten regelmäßig extern sichern,
- Handlungen unterlassen, die Sicherheit oder Stabilität der Plattform beeinträchtigen,
- gesetzliche Vorschriften und Rechte Dritter beachten.
Untersagt sind insbesondere:
- strafbare, jugendschutzwidrige oder anderweitig rechtswidrige Inhalte,
- urheberrechtswidrige Inhalte oder unlizenzierte Software,
- Schadsoftware, DDoS-Werkzeuge, Exploit-Kits und Phishing,
- Kryptomining, unbefugte Netzwerk-Scans und missbräuchliche Massenzugriffe,
- volksverhetzende, diskriminierende oder gewaltverherrlichende Inhalte, soweit diese rechtswidrig sind oder berechtigte Schutzinteressen erheblich verletzen,
- jede Nutzung, die andere Systeme oder Nutzer unverhältnismäßig beeinträchtigt.
9. Meldungen, Moderation und Sperrmaßnahmen
Mutmaßlich rechtswidrige Inhalte können gemäß dem im Impressum beschriebenen Verfahren an [email protected] gemeldet werden.
Der Anbieter prüft Meldungen zeitnah, sorgfältig, objektiv und nicht willkürlich. Bei Maßnahmen werden insbesondere Schwere, Offensichtlichkeit, Reichweite, Wiederholungsgefahr und berechtigte Interessen der Beteiligten berücksichtigt. Automatisierte Systeme können zur Erkennung oder Priorisierung eingesetzt werden; endgültige Entscheidungen werden, soweit erforderlich, einer menschlichen Prüfung zugänglich gemacht.
Bei Verstößen darf der Anbieter insbesondere einzelne Inhalte sperren, einen Server vorübergehend anhalten, Funktionen beschränken, das Konto sperren oder den Vertrag aus wichtigem Grund beenden. Soweit nicht Gefahr im Verzug besteht oder eine vorherige Mitteilung rechtlich unzulässig ist, erhält der Nutzer zuvor Gelegenheit zur Abhilfe oder Stellungnahme.
Der betroffene Nutzer erhält eine konkrete Begründung mit Angaben zu Art, Umfang, Dauer und Grundlage der Maßnahme sowie zu verfügbaren Rechtsbehelfen. Einwände können an [email protected] gerichtet werden.
10. Verfügbarkeit, Wartung und Änderungen
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet jedoch keine unterbrechungsfreie Verfügbarkeit, sofern nicht im jeweiligen Angebot ausdrücklich ein bestimmtes Service-Level vereinbart wurde. Wartung, Sicherheitsmaßnahmen, Störungen von Vorleistern, höhere Gewalt und unvorhersehbare Lastspitzen können zu Einschränkungen führen.
Bei einem vom Anbieter zu vertretenden Ausfall werden für nachweislich nicht nutzbare Zeiträume keine laufzeitabhängigen PAYG-Kosten berechnet. Fehlerhafte Abbuchungen werden nach Prüfung berichtigt.
Notwendige Änderungen digitaler Leistungen erfolgen nur unter Beachtung der gesetzlichen Voraussetzungen. Wesentliche nachteilige Änderungen werden rechtzeitig mitgeteilt; gesetzliche Rechte auf Vertragsbeendigung oder Abhilfe bleiben unberührt.
11. Gesetzliche Mängelrechte
Für digitale Produkte und Dienstleistungen gelten die gesetzlichen Mängelrechte. Der Anbieter ist insbesondere zur vertragsgemäßen Bereitstellung und, soweit gesetzlich erforderlich, zu Aktualisierungen verpflichtet. Garantien bestehen nur, wenn sie ausdrücklich als solche bezeichnet wurden.
12. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, wegen Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf.
Im Übrigen ist die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Mitverschulden des Nutzers, insbesondere fehlende zumutbare externe Datensicherungen, wird nach den gesetzlichen Vorschriften berücksichtigt.
13. Rückbuchungen und offene Forderungen
Unberechtigte Rückbuchungen für nachweislich erbrachte Leistungen stellen eine Vertragsverletzung dar. Der Anbieter darf betroffene Leistungen vorläufig sperren und berechtigte offene Forderungen sowie tatsächlich entstandene Rücklastschriftkosten geltend machen.
Eine Verrechnung mit zu erstattendem Guthaben erfolgt nur mit unbestrittenen, rechtskräftig festgestellten oder entscheidungsreifen Gegenforderungen, soweit gesetzlich zulässig.
14. Laufzeit und Kündigung
Der Plattformnutzungsvertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann vom Nutzer jederzeit gekündigt werden. Einzelne PAYG-Server können über die bereitgestellte Löschfunktion beendet werden. 28-Tage-Pakete enden mit Ablauf des bezahlten Zeitraums, wenn keine automatische Verlängerung vereinbart oder diese rechtzeitig deaktiviert wurde.
Soweit gesetzlich erforderlich, steht auf der Website eine unmittelbar erreichbare elektronische Kündigungsfunktion zur Verfügung. Kündigungen können außerdem an [email protected] gerichtet werden.
Der Anbieter kann den Plattformnutzungsvertrag mit einer Frist von 30 Tagen kündigen. Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Mit Vertragsende werden bereits verbrauchte Leistungen abgerechnet und selbst eingezahltes Restguthaben nach Ziffer 4.4 erstattet. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten verhindern die Vertragsbeendigung nicht; sie können jedoch eine weitere Speicherung bestimmter Abrechnungs- und Nachweisdaten erfordern.
15. Änderungen von Bedingungen und Preisen
Änderungen dieser Bedingungen werden Nutzern in Textform mitgeteilt. Rein redaktionelle Änderungen, aktualisierte Kontaktdaten, gesetzlich zwingende Anpassungen und Änderungen, die Nutzer ausschließlich begünstigen, können mit angemessener Vorankündigung wirksam werden, sofern hierdurch das vertragliche Gleichgewicht nicht zulasten des Nutzers verändert wird.
Andere Änderungen, insbesondere von Hauptleistungen, Preisen laufender Verträge oder wesentlichen Verbraucherrechten, bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung oder gelten nur für künftig geschlossene beziehungsweise verlängerte Verträge. Schweigen gilt nicht als Zustimmung zu einer wesentlichen Vertragsänderung.
Preisänderungen wirken nicht rückwirkend auf bereits bezahlte Leistungszeiträume.
16. Anwendbares Recht
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts entzogen wird.
17. Verbraucherstreitbeilegung
Der Anbieter ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).
18. Schlussbestimmungen
Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.